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Außertal 30, 6156 Obernberg im Wipptal

Bergmähder im Schutzgebiet "Nösslachjoch - Obernberger See - Tribulaune", (c) Katharina BergmüllerDas idyllische Obernbergtal ist geprägt von traditionellen Kulturlandschaften. Dies sind vor allem Almen sowie Lärchenwiesen mit zum Teil uralten Baumbeständen. Darüber erstrecken sich zumeist oberhalb der Waldgrenze ausgedehnte Bergmahdwiesen – oder Bergmähder wie die hochgelegenen bewirtschafteten Wiesen hier genannt werden.

Zusammen mit den bewirtschafteten Flächen im angrenzenden Landschaftsschutzgebiet Serles-Habicht-Zuckerhütl ist ihre Ausdehnung für Tirol einzigartig. Diese seit Jahrhunderten genutzte Kulturlandschaft zeichnet sich durch besonderen Blumenreichtum aus. Durch die Mahd, die im Juli und August und meist nur alle zwei bis drei Jahre stattfindet, wird die Artenvielfalt deutlich erhöht. Denn durch den Schnitt erhalten alle Pflanzen die gleiche Chance zu wachsen. Andernfalls würden sich hauptsächlich konkurrenzstarke Arten gegenüber den schwächeren, meist spezialisierten Pflanzen durchsetzen. Im Frühjahr blühen hier verschiedene Arten von Primeln, Nelken, Enzianen, Orchideen sowie Alpen-Anemonen, Silberwurz und viele andere.

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Entscheidend für die Ausdehnung der Bergmähder ist der Gesteinsuntergrund. Im Gegensatz zu den schroffen, wenig bewachsenen Dolomitaufbauten etwa der Tribulaune, stehen die runden Kuppen der Steinacher Decke. Sie wurde im Laufe der Alpenentstehung über den Dolomit geschoben und besteht großteils aus verwitterten Quarzphylliten. In ihren sanften Geländeformungen kann sich bis in große Höhen eine reiche Flora etablieren-ideal für Bergmähder. Die Bewirtschaftung der Bergmähder reicht etwa bis in das 14. Jahrhundert zurück, als die Flächen im Tal noch großteils zum Getreideanbau verwendet wurden. Die Arbeit mit der Sense in den oft sehr steilen Hanglagen war und ist nicht nur mühsam, sondern auch gefährlich. Bei der Mahd waren Abstürze keine Seltenheit und auch der Abtransport im Winter mit schweren Heuschlitten barg einiges an Gefahren. Das kräuterreiche Heu dient dem Vieh als hochwertiges Winterfutter, denn es ist sehr ergiebig und besonders reich an Nähr- und vielfältigen Inhaltsstoffen. Es dient somit der Gesundheit der Tiere und verleiht der Milch zudem einen besonderen Geschmack.Wegen der aufwändigen Pflege werden die Bergmähder heute zunehmend aus der Nutzung genommen. Neben dem Verlust uralter Kulturlandschaft, steigt durch das Aufkommen langer Gräser zum Beispiel die Lawinengefahr erheblich. Das Land Tirol versucht diesem Verfall durch Fördermaßnahmen von landschaftsschonender und traditioneller Bewirtschaftung entgegen zu wirken. 

von Kathrin Herzer; Schutzgebietsbetreuung Stubaier Alpen; www.tiroler-schutzgebiete.at

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